Zur Teilnahme an der von den RV Nibelungen organisierten Wanderfahrt Wien – Bratislava hatte mich, Herbert, unser ehemaliger Ruderkollege Stefan Rozporka animiert. Mit der Zusage durch Franz Gratsch vom RV Tulln erfüllte sich die Voraussetzung eines auf der Donau erfahrenen Steuermanns. Die restliche Rudercrew war rasch war geklärt: Daniel, Stefan und Rainer sagten mir ihre Teilnahme umgehend zu.


Fahrten wie diese benötigen einige Vorbereitung und Logistik. Unsere „Energie Steiermark“ wurde am Donnerstagabend auf den Hänger geladen. In meinem PKW ging´s mit Stefan und Daniel Freitagmittag nach Wien, um das Boot für den Start beim WRV Donauhort zu deponieren. Beim Abladen half uns bereits Franz, der den Abend aber wieder in Tulln verbrachte. Zu dritt ging´s weiter zum Ausstiegspunkt beim RC Bratislava, um dort PKW und Hänger zu deponieren. Zurück nach Wien nahmen wir den Zug, wo Rainer bei dichtem Regen zu uns stieß. Zum Glück meisterte er schon davor den hürdenreichen Check-in im Quartier nahe Donauhort.


Der Samstag begann für uns recht früh. Zu unserer Freude winkten ein strahlend blauer Himmel und angenehme Temperaturen. Wir nahmen die erste Schleusung in Nussdorf mit fünf weiteren Booten. Es hätte auch gereicht, eine Stunde später in den Donaukanal einzufahren, denn wir waren die ganze Fahrt hindurch das eindeutig schnellste Boot.


Zur ersten Rast an einer Sandbank nahe dem Ende der Donauinsel brachten alle 12 teilnehmenden Boote Speisen mit. Sie wurden auf Decken ausgebreitet und regten zum Tratsch mit den anderen Teilnehmern an, meist aus Wien und Linz. Durch den niedrigen Wasserstand und wenig Schiffsverkehr ging es auf einer recht friedlichen Donau weiter bis zu Humer´s Uferhaus nahe Orth. Das Mittagessen war sehr gut, die Kellner aber etwas überfordert. Es dauerte lang, bis wir weiterrudern konnten.




Die letzte Rast auf einer Sandbank bei Hainburg erlaubte uns fünf hüllenloses Baden, denn der Rest blieb weit hinter uns. Beim Eintreffen der anderen Boote heiterte der RV Nibelungen die ganze Gruppe mit Sekt deutlich auf. So blieb auch die letzte Ruderstrecke bis Bratislava kurzweilig. Trotzdem waren wir froh, nach insgesamt 69 Kilometern das Ziel zu erreichen.



Etwas lästig war nur mehr die Landung am Steg des slovenský veslársky klub. Rasch versorgten wir unser Boot und checkten im nahen Quartier ein. Zurück beim Abfeiern im Ruderclub betörten uns eher das lokale Bier und herrliches Gulasch als der ebenso vorhandene DJ und Tanz.

Der Tag endete mit einem Absacker in der Innenstadt von Bratislava. Das Frühstück am Sonntag schmeckte dafür umso besser. Höchst zufrieden traten wir die Heimreise nach Graz an. Rainer und Franz setzen wir noch am Flughafen Schwechat für ihre Heimfahrt per Zug ab. Dank der Mithilfe durch Renske konnten wir Boot und Hänger direkt nach Eintreffen in unserem Bootshaus versorgen. Fahrt gut, Ende gut, alles gut!



Bericht: Herbert Schiffbänker


